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4. Februar 2010

Nahversorger vor Ort wichtig, aber nicht jeder Standort ist geeignet

„Es gibt im Bereich Bierstadter Straße einen Bedarf für einen Supermarkt, doch der diskutierte Standort ist der falsche. Das Grundstück hinter der Tankstelle an der Bierstadter Straße ist ein ökologisch wertvoller Bereich und daher aus grüner Sicht absolut ungeeignet für eine Bebauung“, stellt Claus-Peter Große, planungspolitischer Sprecher der Grünen Rathhausfraktion, fest.
 
Die Idee des Stadtplanungsamtes stößt nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei der Bürgerinitiative Bierstadter Höhe, den Anliegern vor Ort sowie beim BUND Wiesbaden auf Ablehnung. Claus-Peter Große führt aus: „Teile des zur Diskussion stehenden Areals, sind im Flächennutzungsplan Wiesbaden als schutzwürdige Grünfläche ausgewiesen. Zudem grenzt das Gebiet direkt an ein geschütztes Feldgehölz-Biotop. Eine großflächige Bebauung bedeutet das Ende der vielfältig strukturierten Freifläche, die mit Wiesen und Gehölzen der Naherholung dient und Lebens- und Rückzugsraum für diverse Tierarten bietet. Solche Flächen im Stadtgebiet sind schon jetzt rar. Hinzu kommt, dass laut BUND die Klimaanalyse 1994 im Landschaftsplan Wiesbaden zeigt, dass das Gebiet bedeutsam für das Stadtklima ist, rund die Hälfte der Fläche sei als Schutzzone 1, also als "Fläche hoher klimatischer Empfindlichkeit und mit größter Bedeutung für die Belüftung Wiesbadens" ausgewiesen. Wir Grüne sprechen uns daher deutlich gegen ein Supermarktprojekt an dieser Stelle aus.“
 
Große weist noch einmal auf die Situation hin, dass im Moment noch keine Planung den parlamentarischen Raum erreicht hat, also noch nichts entschieden sei. „Daher fordern wir die Stadtplanung auf, zügig Alternativstandorte zu suchen, die sowohl den Belangen der Anwohner als auch des Umweltschutzes gerecht werden.“ Am Moltkering könne er sich solche alternativen Grundstücke vorstellen. „Wieso kann der Supermarkt nicht dort entstehen, wo ursprünglich die Jugendverkehrsschule vorgesehen war?“, so Große.

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