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5. März 2010

Frauenarmut wirksam bekämpfen

Frauen sind besonders von Armut betroffen. Als Alleinerziehende, als Geringverdienerinnen, als Partnerinnen, die sich immer noch viel zu oft für die Karriere ihres männlichen Partners aufopfern, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern – und dann mit leeren Händen dastehen, wenn die Partnerschaft in die Brüche geht. Beim Internationalen Frauentag am 8. März wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf den gesellschaftlichen Missstand der Frauenarmut aufmerksam machen.

Dazu erklärt Katja Meier vom Kreisverband Wiesbaden: „Wir brauchen endlich eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen, unabhängig vom Familienstand oder auch Partnereinkommen. Außerdem müssen für Frauen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Das gilt vor allem für die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. Dazu braucht es ausreichend Kinderbetreuungsplätze und ein umfassendes Ganztagsschulangebot, wobei die Qualität stimmen und so sein muss, dass frau ihr Kind auch dorthin geben kann und will. Dafür sind mehr und noch besser qualifizierte Betreuerinnen und Betreuer im Bildungsbereich nötig.“

Gabriela Schuchalter-Eicke, frauenpolitische Sprecherin der Rathausfraktion fügt hinzu: „Seit Oktober 2006 hat die Koalition in Wiesbaden 1247 neue Plätze, vor allem im Krippen-, aber auch im Elementarbereich geschaffen. Trotzdem ist es für Eltern immer noch schwierig einen geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind zu finden. Die GRÜNE Fraktion setzt sich für einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung ein. Allerdings macht es die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gegenwärtig den Kommunen besonders schwer: Für die Steuergeschenke an einige Besserverdienende dürfen jetzt die Kommunen bluten. Völlig offen ist deshalb jetzt, wie die Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 2013 realisieren sollen.“

Gabriela Schuchalter-Eicke und Katja Meier weisen auf die geplanten Aktionen zum „Equal pay Day am 26. März hin: „Frauen werden für die gleiche Arbeit immer noch schlechter bezahlt als männliche Kollegen. An diesen Missstand wollen wir mit Aktionen am ‚Equal Pay Day’ erinnern.

Damit alle von ihrer Arbeit auch leben können brauchen wir einen Mindestlohn von 7,50 Euro. Nötig ist zudem die Einführung des Grünen Progressiv-Modells, bei dem die Sozialbeiträge für Geringverdiener gesenkt werden und gestaffelt erst ab 2000 Euro voll greifen. Auch muss der Hartz-IV-Satz auf 420 Euro erhöht werden. Die Bedingungen für Frauen müssen verbessert werden, damit Frauenarmut wirksam bekämpft werden kann.“

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