Wiesbaden soll Fairtrade-Town werden!
„Durch Engagement in das Zukunftsthema fairer Handel können Städte einen wichtigen Beitrag zu gerechteren Produktions- und Handelsbedingungen leisten. Deshalb wollen wir, dass Wiesbaden Stadt des fairen Handels - ‚Fairtrade-Town’ - wird", so Helga Brenneis zum Antrag der Grünen Fraktion für die kommende Stadtverordnetenversammlung.
„Es geht uns in erster Linie um die Effekte der Kampagne, nämlich die Ermutigung zu einer bewussten Konsumhaltung und um die Sensibilisierung für die globalen Zusammenhänge sowie Verantwortung des Einzelhandels. An zweiter Stelle steht die Erreichung des Ziels, den Titel ‚Fairtrade-Town’ tragen zu können. Es würde der Landeshauptstadt Wiesbaden gut anstehen, wenn sie ebenfalls Mitglied in der internationalen Gemeinschaft der ‚Fairtrade-Towns’ wäre, wie beispielsweise Aberdeen, Marburg oder Kopenhagen.
Da die Kampagne dafür wirbt, Produkte aus fairem Handel anzubieten, müssen alle Aktivitäten und Aktiven vor Ort zusammengeführt und weitere Händler, aber auch Gastronomen, überzeugt werden, Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen.
Wichtig ist vor allem, dass die Stadt Wiesbaden mit gutem Beispiel vorangeht und bei Vergabe und Beschaffung soziale und ökologische Standards berücksichtigt. Dies ist rechtlich möglich und sollte trotz praktischer Schwierigkeiten auch umgesetzt werden.
Wiesbaden hat bereits diesbezüglich Beschlüsse gefasst, z.B. gegen die Verwendung von Produkten aus Kinderarbeit (Beschluss Nr. 0475 der Stadtverordnetenversammlung am 17.11.2005) oder zum Ausschank von fair gehandeltem Kaffee (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 18.05.1995 und Beschluss Nr. 0004 des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Völkerverständigung am 25.01.2005).
Die Unterstützung der internationalen Kampagne ‚Fairtrade-Towns’ wäre ein weiterer Schritt, um eine sozial und ökologisch orientierte Produktion und ebensolche Handelswege voran zu bringen“, ist die Grüne Stadtverordnete überzeugt.
Weitere Informationen unter: www.fairtrade-towns.de