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24. September 2010

Arbeitsbedingungen für Hebammen verbessern!

„Als Kommunalpolitikerin unterstütze ich die Forderungen der Grünen in Hessen, die Arbeitsbedingungen der Hebammen zu verbessern. Es darf nicht sein, dass gelernte Hebammen diesen wichtigen und schönen Beruf nicht länger ausüben, weil sie davon nicht mehr leben können und Geburtshäuser schließen müssen“, betont Sabine Gaedeke, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Rathausfraktion.
Sie informierte sich am vergangenen Wochenende beim 25-jährigen Jubiläum der Hebammenschule an den Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) über die Situation der Hebammen: „Die Vielseitigkeit des Berufsfeldes und die hohe Verantwortung und Anforderungen an die menschliche Kompetenz der Hebammen fasziniert immer wieder. Die Aufgaben der Hebammen gehen weit über die medizinische Geburtshilfe hinaus. Vor- und Nachsorge, Stillberatung, Wochenbettbetreuung und vieles mehr gehören dazu.
Als gesundheitspolitische Sprecherin und Aufsichtsratsmitglied der HSK liegt mir die Aus- und Weiterbildung besonders am Herzen. Ich freue mich sehr, dass an den Horst-Schmidt-Kliniken seit nunmehr 25 Jahren erfolgreich Hebammen ausgebildet werden. Denn aufgrund der großen Verantwortung des Berufsstandes ist eine umfassende und qualitätsvolle Ausbildung besonders wichtig.
Wichtig ist aber auch, dass Frauen mit solch einem umfangreichen Fachwissen ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten mit angemessener Bezahlung zur Verfügung stehen. Leider ist die Situation gerade für die freiberuflich arbeitenden Hebammen nicht zufriedenstellend.
Den Medien war in den letzten Wochen zu entnehmen, dass einige Hebammen ihren Beruf aufgeben müssen, weil sie aufgrund der seit Anfang Juli erhöhten Versicherungsprämien für die Berufshaftpflicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das finden wir sehr bedauerlich und wir werden uns dafür einsetzen, dass der Hebammenberuf auch in Zukunft attraktive Arbeitsmöglichkeiten bietet.
In einem Modellprojekt der Länder Rheinland-Pfalz und Bayern wird derzeit ein interessanter Ansatz erprobt, um bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen zu schaffen. Die geplante Ausweitung der Wochenbettbetreuung durch Hebammen von derzeit zwei auf sechs Monate kommt jungen Familien zugute und kann sich gleichzeitig positiv auf die Arbeitsbedingungen der freiberuflichen Hebammen auswirken.“
In die kommenden Ausschüsse für Gesundheit und Frauen will die Grüne Rathausfraktion entsprechende Anträge einbringen, um auf die prekäre Situation der Hebammen aufmerksam zu machen und sie auf kommunaler Ebene zu unterstützen.
 

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