HSK: Jetzt Strukturen ändern!
Schnelle, transparente Entscheidungswege schaffen!
„Selbst eine einmalige komplette Entschuldung der Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) würde nicht alle ihre Probleme nachhaltig lösen. Denn bei bleibenden Strukturen könnten wir das dann in einer schönen Regelmäßigkeit wiederholen!
Die Finanzprobleme unseres kommunalen Hauses, welche sich als bekanntes Defizit abbilden, haben mehrere Ursachen, die nicht nur hausgemacht sind.
Das komplexe Krankenhausfinanzierungsgesetz und das harte Verhalten der Kostenträger bei den Abrechnungen sind nur zwei Beispiele dafür. Aber auch die kostenintensiveren Krankheitsbilder der Patienten, bedingt durch den demografischen Wandel tragen zur angespannten wirtschaftlichen Lage der HSK bei“, kommentiert Sabine Gaedeke, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, die presseöffentliche Äußerung eines Vertreters der Gewerkschaft Verdi zur Situation der HSK.
„Gerade heute konnte man erfahren, dass die Zahl der Komatrinker in Hessen rapide ansteigt. Dass diese Fälle in Wiesbaden in der HSK landen, wo sie medizinisch auf hohem Niveau versorgt werden, und nicht in einer ‚erfolgreich wirtschaftenden Privatklinik’, muss auch mal erwähnt werden!
Bislang ist immer noch keine – wie von uns befürwortete - grundlegende Änderung der inneren Strukturen der HSK erfolgt.
Hierarchien müssen abgebaut, die Verwaltung verschlankt werden. Hier kann man sich durchaus etwas bei der Organisation der privaten Krankenhäuser abschauen, wobei die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an erster Stelle stehen muss. Denn die meisten haben durch ihren Einsatz gezeigt, dass sie bereit sind, für den Erhalt und die Zukunftssicherung der HSK persönlich finanzielle Opfer zu bringen.
Im Übrigen bin ich durchaus der Meinung, dass Politiker im Aufsichtsrat der HSK ihre Berechtigung haben. Auch wenn manche ihre Aufgabe weniger häufig wahrnehmen als andere, indem sie durch Abwesenheit glänzen. Doch solange der städtische Haushalt Geld für die HSK zur Verfügung stellen muss, ist es die Pflicht der Politik dem Unternehmen kritisch und konstruktiv zur Seite zu stehen!“, so Sabine Gaedeke abschließend.