Bündnis 90 / Die Grünen Rathausfraktion Wiesbaden

Springe direkt zu: ContentbereichHauptnavigationSuche


Logo Bündnis 90/Die GrünenRathausfraktion Wiesbaden

ServiceNavigation


Suche


Hauptnavigation


Sie sind hier:

 
  1. Startseite
  2. Pressemitteilungen 
  3. Dezember 
  4.  Pressemitteilung

3. Dezember 2010

ÖPNV-Fahrpreiserhöhung – Pös muss endlich tätig werden

„Die geplante Erhöhung der Fahrpreise beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist ein falsches Zeichen in Zeiten des Kampfes gegen den Klimawandel“, sagt Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Rathausfraktion. „Im bundesweiten Vergleich der Fahrpreishöhe nimmt das Rhein-Main-Gebiet schon jetzt einen wenig erfreulichen Spitzenplatz ein. Seit dem Jahr 2006 hat der RMV die Fahrkartenpreise um circa 16 Prozent erhöht. Das ist sehr ärgerlich, aber unter den derzeitigen politischen Vorgaben schwer zu umgehen.“
 
Claus-Peter Große führt aus, dass die Tarifgestaltung nicht direkt in Wiesbadens Händen läge, sondern vom Aufsichtsrat des Verkehrsverbund festgelegt würde. Doch habe die Stadt Wiesbaden einen Vertreter im Aufsichtsrat – Verkehrsdezernent Prof. Pös. „Dieser tut sich als Mitglied einer Autofahrerpartei nicht als Kämpfer eines umweltfreundlichen Verkehrsausbaus hervor, eher im Gegenteil“, ärgert sich Claus-Peter Große.
 
Er fordert Pös auf, seinen Platz im Aufsichtsrat dafür zu nutzen, sich nachdrücklich für eine Tarifverbesserung gerade für Pendler, Schüler und Familien einzusetzen. „Hier sind Ideen für neue Angebote, wie zum Beispiel eine Wochenendkarte für den Freizeitverkehr, gefragt. Durch Leistungsausweitungen bei Monats- und Jahreskarten könnten noch Spielräume genutzt werden, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen,“ so Claus-Peter Große. „Auch müsse das Tarifsystem kundenfreundlicher gestaltet werden. Eine umfangreiche Tarifreform/-vereinfachung ist dringend erforderlich, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern.“
 
Doch nicht nur Verkehrsdezernent Pös muss nach Claus-Peter Großes Meinung tätig werden. „Der RMV hat von der Politik die Vorgabe, weitestgehend kostendeckend zu arbeiten und wird vom Land nur gering finanziell unterstützt. Dadurch wird er gezwungen, diese hohen Fahrpreise zu verlangen“, stellt Claus-Peter Große fest. „In anderen Ländern, auch in CDU-regierten, wird der ÖPNV stärker bezuschusst. Wenn man erreichen will, dass mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen, muss man dies auch durch politische Entscheidungen deutlich machen und zusätzliche Gelder für den Nahverkehr bereitstellen.“
 

Zusätzliche Information