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17. Januar 2011

FDP bleibt ihrem Motto treu: Mehr Schein als Sein

Grüne: Wallauer Spange in der Wirkung für Wiesbaden überbewertet

„Dass die FDP einem Projekt, wie der Wallauer Spange eine hohe Priorität für die nächste Wahlperiode einräumt, zeigt deutlich, dass diese Partei auf Prestigeprojekte setzt und nicht auf bürgernahe Verbesserungen vor Ort!,“ stellt Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Rathausfraktion, fest. „Die Wallauer Spange dient nur zum kleineren Teil der Lösung der Verkehrsprobleme zwischen Wiesbaden und der Region. Um eine Verbesserung zum Beispiel für Pendler zu erreichen, müssen ganz andere Projekte auf der Prioritätenliste stehen.“
Nach Claus-Peter Großes Meinung profitierten von einer schnellen Verbindung zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis sowie Wiesbaden und Mainz deutlich mehr Pendler als von einer beschleunigten Flughafenverbindung, zumal dem Grünen Verkehrspolitiker keine Unterlagen vorlägen, aus denen Pendlerströme von 30 000 Menschen zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen hervorgingen.
„Auf den Verkehrsachsen zwischen Wiesbaden und der Region bestehen immer noch die größten Defizite, daran ändert die Spange nichts – zur besseren Anbindung an die Frankfurter Innenstadt sowieso nicht.“ Zwischen Wiesbaden und Frankfurter Hauptbahnhof läge die Beschleunigung ohnehin nahe der Messbarkeitsgrenze. Auch könne die Wallauer Spange keine für die Nutzerin/den Nutzer attraktive direkte Anbindung an die Wiesbadener Innenstadt bieten. Somit sei es für die Grüne Rathausfraktion indiskutabel, die dringend benötigten Gelder für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs durch den teuren Bau der Wallauer Spange zu blockieren.

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