Wir wollen endlich ein sicheres Radwegenetz in Wiesbaden!
„Der tragische Unfall an der Kreuzung Rhein-/Wilhelmstraße hat gezeigt, dass FahrradfahrerInnen offenbar immer noch nicht sichtbar genug sind in unserer Stadt. Deswegen ist es höchste Zeit für ein Umdenken, denn auch in Wiesbaden steigen immer mehr Menschen auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad um. Um diesen Trend zu unterstützen, brauchen wir endlich ein umfassendes sicheres Radwegenetz. In den nächsten fünf Jahren wollen wir eine Verdreifachung des Radverkehrsanteils auf mind. 10 Prozent. Dazu müssen wir die Voraussetzungen schaffen, damit das Fahrrad im öffentlichen Raum überall sichtbar und für die anderen Verkehrsteilnehmer „Normalität“ ist, auf das sie automatisch achten. Mit den Elektrofahrrädern haben sich die Grundvoraussetzungen für eine hügelige Stadt wie Wiesbaden entscheidend verbessert. Jetzt muss die Stadt alles tun, um den Radverkehr weiter voranzubringen“, so Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Rathausfraktion.
„Zuerst brauchen wir einen Radverkehrs-Masterplan im Rahmen des neuen Verkehrsentwicklungsplans, damit wir endlich das Ziel eines lückenlosen sicheren Radverkehrsnetzes vor Augen haben. Dann brauchen wir mehr (Wo)Manpower im Dezernat, um den Plan umzusetzen. Und schließlich müssen wir ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Geld für Radwege ist gut angelegt, denn die Lebensqualität nimmt erheblich zu, wenn wir mehr umwelt- und gesundheitsfreundlichen Radverkehr und weniger stinkigen, lärmenden und nicht zuletzt auch gefährlichen Autoverkehr in der Stadt haben!
Wiesbaden als Gesundheitsstadt hat bei der Förderung des Radverkehrs einen erheblichen Nachholbedarf. Leider wurde dies bislang von vielen anders gesehen und auch das Planungsdezernat von Herrn Pös hat sich nicht gerade überschlagen, um bereits beschlossene Radwege umzusetzen. Für den Radweg Sonnenberg liegt seit 3. Juni 2008 ein Grundsatzbeschluss vor. Ein Jahr später wurde die Umsetzung bis 2010 festgelegt. Bis heute ist nichts passiert! Ich bin sicher, dass dazu Vorlagen im Dezernat schlummern, die nicht in die Gremien gelangen, weil Herr Pös das Thema Radverkehr nicht offensiv angeht und alles andere wichtiger nimmt. Dabei kann Radfahren sicher und entspannend sein, wenn man entsprechende Voraussetzungen schafft“, so Claus-Peter Große.