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27. April 2011

Internationaler Tag gegen Lärm: Lärm aktiv verhindern!

„Lärm beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und macht krank. Schon im letzten Jahrhundert hat der Mediziner Robert Koch prophezeit: ‚Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.’ Er hat leider Recht behalten, stellt Sibel Güler, die Expertin für Gesundheitsfragen der grünen Rathausfraktion, fest.

Studien belegen einen direkten Zusammenhang zwischen Umgebungslärm und seinen gesundheitlichen Folgen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lernstörungen, Schlafstörungen, Tinnitus und Reizbarkeit. Zu besorgniserregenden Ergebnissen kommt auch die WHO: allein im westlichen Teil der Europäischen Region gehen aufgrund von verkehrsbedingtem Lärm jährlich mindestens eine Million gesunder Lebensjahre verloren“, erklärt Sibel Güler zum heutigen internationalen Tag gegen Lärm.

Ca. 40 Prozent der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener fühlen sich zeitweise oder permanent durch Lärm belästigt. So ist es ein inakzeptabler Zustand, dass seit dem 10. März die dichtbesiedelte Innenstadt bei Ostwind unter einem massiven Fluglärmteppich liegt. Die Bürgerinnen und Bürger sind einem unerträglichen Lärmpegel ausgesetzt. „Die DFS und das Land Hessen sind in der Pflicht, eine bessere Flugverkehrs- und Lärmschutzplanung durchzuführen“, fordert Güler.

„Die Politik ist in der Pflicht, durch Gesetze und Regelungen die Lärmbelastung zu senken. Daher setzen wir Grüne uns ausdrücklich für die Verkehrsvermeidung oder -verlagerung auf lärmarme Verkehrsmittel ein. Die Schaffung attraktiver, sicherer Fuß- und Radwege und der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in Wiesbaden würden deutlich dazu beitragen, die Innenstadt zu entlärmen.“

Die wirksamste Methode gegen Lärm aber ist, ihn zu vermeiden. Bei der Reduzierung des Straßenverkehrslärms kann jeder selbst handeln und versuchen, so viele Wege wie möglich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrmitteln zu absolvieren. Nur so kann der akustische Müll reduziert werden“, erklärt Sibel Güler abschließend.

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