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26. August 2011

Supermarkt an der Bierstädter Straße ist kein „Nahversorger“

Initialzündung für neues Bebauungsgebiet befürchtet

„Die Grüne Fraktion lehnt einen Supermarkt an der Bierstädter Straße ab, weil ein großer Markt am geplanten Standort nicht das Problem der Bürgerinnen und Bürger löst, die einen fußläufig erreichbaren ‚Nahversorger’ wünschen. Dieser Markt am Rand eines Wohngebiets ist zu Fuß nur für wenige Anlieger bequem erreichbar. Eine Busanbindung existiert nicht. Erschwert wird der fußläufige Einkauf insbesondere für ältere Menschen durch die Hanglage hinter der Araltankstelle“, so das Fazit von Axel Hagenmüller, dem planungspolitischen Sprecher der GRÜNEN Rathausfraktion nach der Bürgerversammlung zum Thema.
Die GRÜNE Fraktion befürchte, dass der geplante Supermarkt die Initialzündung für ein neues Bebauungsgebiet werden soll. „Ein Supermarkt an dieser Stelle ist Naturvernichtung und löst einen Bebauungsdruck im unverbauten Umfeld aus, weil er erst in einem bebauten Umfeld seinen Zweck erfüllen kann. Ein ‚Nahversorger’ mit 2000 qm Verkaufsfläche ist ein Widerspruch in sich und offenbart die wahre Absicht einen Großmarkt für mehrere Stadtteile zu errichten“, so Axel Hagenmüller.
Die negativen ökologischen Auswirkungen der jetzigen Planung, durch Verlust einer Biotopfläche, Lärm und Verkehrsbelastung, seien zu groß und die Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger zu gering. Axel Hagenmüller: „Deshalb fordern wir einen Alternativstandort für den Supermarkt, z.B. am Moltkering!“
Doch zum Unmut der Besucherinnen und Besucher der Bürgerversammlung habe man zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein alternativer Standort für den Investor gar nicht mehr zur Diskussion stehe. Die Supermarktkette habe sich das Kaufrecht an dem Grundstück bereits notariell gesichert. Das Vorhaben müsse jetzt politisch umso härter bekämpft werden, so der planungspolitische Sprecher der GRÜNEN.

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