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2. September 2011

CDU/SPD planen Krippenplätze zu Lasten der Hortkinder

Die GRÜNEN im Rathaus lehnen die Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Grund-schulkinderbetreuung ab!

In der Sitzung der Stadtverordneten am 1.9.2011 hat die Regierungskoalition die Grundlagen für die zukünftige Grundschulkinderbetreuung festgeschrieben. Kernpunkt ist dabei die Abschaffung der bestehenden Horte. Begründet wird dies mit der Absicht, neue Krippenplätze zu schaffen.
Künftig soll nach dem Willen von CDU und SPD die Betreuung von Grundschulkindern überwiegend auf die Schultern der Eltern abgeschoben werden. Ganz nebenbei werden dabei die Betreuungsstandards deutlich reduziert.
„Wir GRÜNE wollen aber die Betreuungsqualität erhalten, wie sie jetzt im Hortbereich oder an Grundschulen mit entsprechendem Bedarf in Form der Betreuenden Grundschulen (BGS) besteht“, so Karl Braun, sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Rathaus.
Das Engagement der Eltern ist lobenswert, jedoch können Eltern- und Fördervereine auf der Grundlage der heutigen städtischen Zuschüsse diese Anforderungen an Qualität nicht erreichen. Dies ist auch seitens der Stadt gar nicht gewollt, denn mit den reduzierten Qualitätsstandards und dem Abwälzen kommunaler Betreuungsaufgaben auf die Eltern soll schließlich gespart werden.
Inakzeptabel ist auch, so Braun, dass dieser Beschluss vor Offenlegung der Ergebnisse der Elternbefragung zur Grundschulkinderbetreuung gefasst wurde. Offenkundig sollen hier an den Betroffenen vorbei Fakten geschaffen werden.
Mit der Machbarkeitsstudie zäumt die Koalition des Pferd von hinten auf: Statt mit allen Beteiligten ein pädagogisch fundiertes Konzept zu entwickeln und so Schulgemeinde, Fachleute und Eltern einzubeziehen, will man mit starren, am grünen Tisch erstellten technischen Vorgaben die Lage an den Schulen ausloten.
Wir möchten die Hortplätze an Kitas belassen, bis eine dementsprechende Qualität an Ganztagsgrundschulen flächendeckend eingeführt ist, so Karl Braun abschließend.
 

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