Energiewende ist nur gemeinsam zu schaffen
CDU/SPD setzen zu wenig auf interkommunale Zusammenarbeit
„Willkommen an Bord! Endlich haben auch CDU und SPD verstanden, wie wichtig der Ausbau der Windenergie für Wiesbaden ist!“, kommentiert Ronny Maritzen, umweltpolitischer Sprecher der Rathausfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, die jüngste Sitzung des städtischen Umweltausschusses. Die große Koalition hatte dort, einem Antrag der GRÜNEN folgend, ebenfalls einen Antrag gestellt, der den Magistrat damit beauftragt, die bereits angelaufenen Planungen zum Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm fortzusetzen. „Wir freuen uns dass Schwarz-Rot nun mit dabei ist. Es ist bemerkenswert, dass insbesondere die frühere Atompartei CDU nun endlich auch auf regenerative Energien umschwenkt.“
„Haben CDU/SPD in dieser Beziehung auch viel gelernt, so haben sie doch bei der interkommunalen Zusammenarbeit noch enormen Nachholbedarf“, ergänzt die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion, Barbara Düe. Denn nicht nur bei Suche nach geeigneten Standorten für Windkraftanlagen sei eine Kooperation mit den Nachbarkommunen – der Gemeinde Hofheim und dem Rheingau-Taunus-Kreis – gefordert, sondern auch bei der Machbarkeitsstudie für Biomasse-Vergärungsanlagen und Holzhackschnitzel-Kraftwerke. Denn während die GRÜNEN forderten, dazu von Beginn an den Rheingau-Taunus-Kreis mit einzubeziehen, lehnten dies die Vertreter von CDU und SPD vehement ab. „Wir halten es für fahrlässig, wenn die Stadt erst dann beim Nachbarn anfragt, wenn sich zeigt, dass auf Wiesbadener Gebiet nicht genügend Potenzial für Biomasse-Vergärungsanlagen und Holzhackschnitzel-Kraftwerken besteht. Die Energiewende können wir nur gemeinsam schaffen“, so Düe abschließend.