PRESSEMITTEILUNG
Datum: 2. Dezember 2011
Bei Baumfällungen muss es endlich klare Richtlinien geben!
Wann, wo und weshalb werden Bäume in der Stadt Wiesbaden gefällt? Nicht immer ist das so ganz klar. Die Information der Bürger darüber, wann in der Nachbarschaft Grün verschwinden soll, lief bislang wenig transparent. Auf eine entsprechende Initiative der GRÜNEN Rathausfraktion hin kündigte Umweltdezernent Arno Goßmann (SPD) nun im zuständigen Ausschuss an, ein zentrales, koordiniertes Informationssystem einzurichten, das die Bürger über geplante Baumpflegemaßnahmen informiert – auch bei Bäumen, die nicht durch die städtische Baumschutzsatzung geschützt sind.
Zwar gibt es auf den Internetseiten der Stadt Wiesbaden bereits unter „Umwelt & Naturschutz“ einen entsprechenden Link, der auf die Initiative der früheren GRÜNEN Umweltdezernentin Rita Thies zurückgeht (www.wiesbaden.de/vv/medien/merk/67/111014__Massnahmenliste.pdf). Die Diskussion im Umweltausschuss zeigte jedoch, dass überschaubare Strukturen geschaffen werden müssen. „Es ist zum Beispiel für Bürger nur schwer zu durchblicken, an wen sie sich wenden müssen. Immer wieder kommt es vor, dass sie bei Anfragen durch den ‚Behördendschungel‘ geleitet werden“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Barbara Düe. Es kann beispielsweise vorkommen, dass sowohl das Schulamt als auch das Grünflächenamt zuständig sind, weil es sich um einen Baum auf einem Schulgelände handelt. „Es braucht eine zentrale Stelle, an die sich die Bürger wenden können.“
Die Diskussion im Ausschuss hat zudem gezeigt, dass es für die zuständigen Ämter keine klaren, transparenten Richtlinien gibt. Zum Beispiel gibt es unterschiedliche Vorgaben, ab welchem Umfang von Baumpflegemaßnahmen oder Fällarbeiten die betreffenden Ortsbeiräte bzw. die Medien informiert werden müssen.